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5.12.2005: Concurrent Engineering wird zu Concurrent Innovation

Wie unterstützen wir die Kreativität der Experten, Ingenieure und Manager. Sie arbeiten heute in unterschiedlichen Formen von Unternehmensnetzwerken. In Norditalien sind die Netzwerke eher hierarchisch organisiert. Im Zentrum stehen weltweit tätige Industriekonzerne, Automobilhersteller, Sportartikelmarken. Die hierarchische Organisation dieser Netzwerke ist aber längst ergänzt durch Communities of Practice und andere, losere Formen der Zusammenarbeit von Experten und Geschäftsleuten. Am jährlichen Praxistag der European Society of Concurrent Engineering haben Wissenschaftler, Innovationsexperten und über die aktuellen Herausforderungen im Management von Industrie-Netzwerken sowie über Lösungsansätze gesprochen. Beobachten können wir einen "explosive growth of digital communities". Nach Aussagen der Spezialisten und Wissenschaftler hat dies zwei Gründe: a) heutige und zukünftige Generationen von gut gebildeten und motivierten Managern und Spezialisten wollen unabhängiger sein. Sie arbeiten an ihrer Karriere und an ihrer Weiterbildung weit selbständiger als frühere Generationen. Dazu vernetzen sie sich weltweit - in elektronischen Communities. b) Die Unternehmen stehen vor grossen Herausforderungen bei der Kreation und bei der Anwendung immer neuer Technologien und Ideen. Die Innovationszyklen werden kürzer und die Konkurrenz ist weltweit organisiert. Die Wissenschaft und die Unternehmensführung muss einen Perspektivenwechsel vornehmen, um diesen Herausforderungen gerecht zu werden: From an organization to a human centric perspective. In den Märkten setzt sich die Herausforderung fort. Innovation ist nicht mehr nur die Erfindung und Vermarktung von Produkten oder gar Lösungen. Innovation muss heute Sinn vermitteln (Meaning). Das heisst, als Anbieter müssen wir die Anwendung unserer Produkte bei den Kunden vorwegnehmen, und sie zusammen mit der Anwendung werden stossen sie erst auf Akzeptanz bei den Kunden. Als Beispiel dafür wurde http://www.buildabear.com/ genannt. Was hier am Beipsiel eines Konsumgutes eindrücklich gezeigt werden kann, gilt immer mehr auch für Investitionsgüter.

Knowledge creation happens through collaboration. Mit dieser These gehen Andrea Bifulco und seine Researcher ans Werk und bilden derzeit Modelle für KBS Professional Communities. KBS steht für "Knowledge Business Social". Der Begriff verkörpert die obigen Herausforderungen: Privates und Geschäftliches vermischt sich, wenn die Verantwortung für die berufliche Entwicklung immer stärker dem Einzelnen überlassen wird.

Als Vertreter der Stiftung Produktive Schweiz konnte ich das Projekt sowie die ersten Ergebnisse präsentieren. Die ca. 120 Teilnehmer/-innen aus Wissenschaft und Management haben sich interessiert gezeigt. Wir liegen mit der Stiftung ziemlich genau im Trend der Praxisherausforderungen der nächsten Jahre.

Productivity and Collaboration

Posted on Mittwoch, Dezember 14, 2005 by Registered CommenterPascal Sieber | CommentsPost a Comment

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