Nur ein Posteingang
Die Produktivität der Wissens- und InformationarbeiterInnen steigt mit der Reduktion von Nachrichtenquellen. Die Lehrbücher für Selbstmanagement lehren uns deshalb, wie wir aus vielen Quellen eine machen können. Die Anzahl der Geräte, Kommunikations- und Nachrichtenkanäle steigt ständig an. Im Durchschnitt hat jede/r 6 Endgeräte (Handy, Telefon, E-Mail, Intranet, Post-it, Sitzungsprotokoll, Pendenzenliste, Chat, E-Collaboration). Am Business Forum der Telematiktage, heute in Bern, sind sich mindestens die Hersteller (Cisco, Nokia, Swisscom und Co.) einig: Unified Messaging ist die Lösung.
Unter Unified Messaging verstehen sie: Es gibt eine Plattform, in die alle Nachrichten eingehen. Diese Plattform können wir dann über den PC, mit dem Handy, über den Fernseher zu Hause abrufen.
Ich sehe dieses Unified Messaging als Chance. Aber. Wir erleben in den Projekten mit unseren Kunden immer wieder folgendes: Die Technologie kann noch so ausgeklügelt sein, wenn die Disziplin der Anwender nicht vorhanden ist, nützt sie wenig. Ich appelliere jetzt aber nicht an die Disziplin der Anwender. Das wäre falsch. Kommunikationstechniken müssen einfach und intuitiv sein, und nicht nach Disziplin rufen.
Die Empfehlung ist deshalb: machen sie leber weniger, dafür das richtige. Liebe weniger Funktionen und weniger unterschiedliche Hilfsmittel, dafür einfache, transaprente Hilfsmittel und Funktionen.
von den Telematiktagen Bern, Pascal Sieber
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